Das Lyranische Commonwealth / Lyranische Allianz - Haus Steiner

  • Dieser Beitrag kommt aus der Kategorie "Hintergrundgeschichte" des BattleTech Universums von meiner Website "BattleTech Information Service" (BaTIS, später BaTCOM - The BattleTech Community).

    Lyranische Commonwealth / Lyranische Allianz - Haus Steiner

    Der Anfang
    Das Lyranische Commonwealth wurde im Jahre 2340 aus den drei Bündnissen Tamar Pakt, die Skye Föderation (Federation of Skye)
    und dem Protektorat Donegal gegründet. Kevin Tamar, der Anführer des Tamar-Paktes hatte zu einem Treffen der drei Bündnisse aufgefordert und nach heftigen Debatten setzte sich die Idee eines gemeinsamen Bündnisses unter der Regierung von neun Archonten durch. Als gemeinsame Hauptwelt wurde Arcturus benannt. Am 05. Januar 2341 wurde das neugegründete Lyranische Commonwealth offiziell von der Terranischen Hegemonie anerkannt.

    Beginn einer Dynastie
    Es dauerte fünf Jahre um alle neun Archonten zu bestimmen und einen "Archon Basileus" als Anführer des Rates zu
    benennen. Bis ins Jahr 2375 brauchte man um die ökonomischen und sozialen Verhältnisse der jeweiligen Teilnationen halbwegs zu integrieren und anzupassen. Zudem schien sich jeder Archon nur um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern, statt sich den Problemen der Lyranischen Bevölkerung anzunehmen.
    Im August 2375 wurde dies einem der Archonten, Robert Marsden, zu viel. Er ließ alle anderen Archonten gefangen nehmen und rief sich selbst zum Archon Basileus aus. Um für dieses Vorgehen eine breite Unterstützung zu genießen, hob er ein Parlament aus, das sogenannte "Estates General", deren Mitglieder von den einzelnen Welten des Commonwealth bestimmt wurden. Dem folgten die "Artikel der Akzeptanz" (Articles of Acceptance) welches die Rechte und Pflichten jedes Planeten enthielt, der dem Vereinigten Commonwealth und dem Archonten verbunden war. Die meisten Welten akzeptierten die Artikel ohne Weiteres, doch einige sahen sie als Bedrohung ihrer Freiheiten an. Die meisten dieser Planeten wurden durch politische und wirtschaftliche Mittel zur Zustimmung bewogen bzw. falls nicht anders möglich, mit militärischen Mitteln.

    In dieser Zeit wuchs das lyranische Militär (LCAF) enorm an, besaß genug Ressourcen und Spielraum zum Training defensiver Taktiken. Aus dieser Situation heraus entwickelte sich eine gewisse Selbstzufriedenheit innerhalb des Militärs. Als ein Angriff auf eine Marik-Welt (Promise Land) in einem Desaster endete, setzte das Militär den Archon Robert Marsden ab.

    Er wurde durch seinen jüngeren Bruder Alistair ersetzt, einem jungen Offizier im Militär der LCAF. Dieser förderte das wirtschaftliche Wachstum und baute Beziehungen zu den benachbarten Staaten der Inneren Sphäre auf.

    Auch wenn dieser in seiner Regierungszeit friedvoll Methoden bevorzugte, befahl er 2398 eine massive Aufrüstung, als ein Krieg zwischen der Liga Freier Welten und der Konföderation Capella entbrannte. Trotz dieser Vorbereitungen wurden die Truppen des Commonwealth bei einer Invasion durch das Draconis Kombinats beinahe überrannt, so das der Archon persönlich an den Gefechten teilnahm und als Konsequenz beschloss den Regierungssitz noch im gleichen Jahr von Arcturus nach Tharkad zu verlegen (was vom General Estate abgesegnet wurde).

    Um eine weitere Invasionswelle im Keim zu ersticken, griff Alistair die Welt Vega an der Spitze der LCAF-Truppen an. Leider verzögerte dies die Invasion der Kurita-Truppen nur minimal und der Archon fiel später an der Spitze seiner Truppen auf Menkent.

    Sein Sohn, ebenfalls Alistair genannt, war mit einem Jahr zu jung, um das Amt des Archons anzutreten. Seine Mutter Katherine Marsden sollte bis zu dessen Volljährigkeit das Amt übernehmen. Bevor sie dies jedoch tat, änderte sie den Nachnamen ihres Kindes und den ihren wieder in ihren Mädchennamen um - in "Steiner".

    Neue Errungenschaften
    Trotz zahlreicher Widerstände wurde Katherine Steiner im Jahre 2408 als Archon bestätigt.
    Im Laufe ihrer Regentschaft wuchs ihr Einfluss im gesamten Commonwealth. Eine ihrer Initiativen war das "Brandenburg Edikt", dass neben einer Reform des Militärs, unter anderem auch die Gründung des Commonwealth Scout Korps (im Jahr 2413) beinhaltete, welches zahlreiche Welten innerhalb und außerhalb der Grenzen des Commonwealth entdeckte und für das Commonwealth in Besitz nahm.

    Im Jahre 2439 entdeckte die Terranische Hegemonie die BattleMech Technologie, und auch wenn dies ein gut behütetes Geheimnis gewesen war, wusste das Commonwealth von der Existenz und so ordnete der Archon seinen Geheimdienst an, diese Informationen für das Commonwealth zu gewinnen. Diese Technologie wäre dringend für die Rückereroberung der an das Draconis Kombinat verloren gegangenen Gebiete benötigt worden - ein Fünftel des Tamar Paktes war im Laufe der vorhergehenden Kriege an den Drachen gefallen. Der Lyranische Geheimdienst (Lyran Intelligence Corps = LIC) hatte keinerlei Erfolg und so befahl Archon Alistair Steiner 2455 einen Angriff auf Fabriken der Terranischen Hegemonie auf Hesperus II (Operation "Prometheus").
    Der Angriff war ein Erfolg und das Geheimnis der Terranischen Hegemonie enttarnt.

    Als 2459 die Welt Loric von der Liga Freier Welten attackiert wurde, standen die Truppen plötzlich den ersten lyranischen BattleMechs gegenüber und die gesamte Invasionsarmee wurde innerhalb weniger Stunden vernichtend geschlagen. Der allgemeine Vorteil der BattleMechs ging jedoch schnell verloren, als im Jahre 2461 ein Angriff des Draconis Kombinats glückte und ihnen lyranische BattleMech-Techniker in die Hände fielen.

    Nun handelte Archon Alistair Steiner rasch und führte groß angelegte Invasionen gegen das Draconis Kombinat und die Liga Freier Welten durch. Dies führte zu einigen Zugewinnen, die Kämpfe waren jedoch nach einiger Zeit festgefahren.

    Dunkle Zeiten
    Ein gelungenes Attentat auf Archon Alistair Steiner zerstörte das wiedergewonnene Selbstbewusstsein des Lyranischen Militärs rasche und weitere kurzfristige Erfolge blieben aus. Michael Steiner trat die Nachfolge seines Vaters an. Fünf Jugendliche waren als Schuldige für das Attentat ausgemacht worden, diese wiederum beschuldigten Michaels Onkel, Michael Reynolds, den Duke of Fatima, als Drahtzieher, was jedoch nicht nachgewiesen werden konnte, bzw. woran der neue Archon auch keineswegs glaubte. Ganz im Gegenteil er nahm Michael Reynolds in Schutz.

    Weitere Schicksalsschläge folgten - die drei riesigen Erdbeben auf Tharkad, die Offensive des Draconis Kombinats gegen Nox und der Selbstmord seiner Schwester Tatyana - die Michael Steiner von seinem Posten als Archon zurücktreten ließen.

    Er übernahm das Oberkommando über die Einheiten, welche Nox verteidigten und starb dabei im Kampf gegen eine Mech-Kompanie des "Schwert des Lichts".
    Michaels Nachfolger sollte, sein Bruder, Steven Steiner werden. Er war der vorhergehende LCAF Oberkommandierende und ein hervorragender Offizier. Als Archon schien er jedoch ungeeignet zu sein. Er wurde von vielen Seiten manipuliert. Seine Frau Magaret Olsen hatte erheblichen Einfluss, genauso wie die Anführer der Skye und des Tamar Paktes. Alle nutzten die schwache Position des Archons, um ihre Macht zu festigen und auszubauen. Nach Stevens Tod im Jahre 2501 übernahm seine Frau Margaret Olsen den Thron, was von vielen machthungrigen Adligen geradezu begrüßt wurde. Durch sie sah der Adel die Chance, die Macht wiederzugewinnen, die ihnen Robert Marsden durch seinen Coup im Jahr 2375 genommen hatte. Margaret Olsen trug den Spitznamen "die Hexe von Tharkad" (Tharkan witch), da sie sich von Mystik und fadenscheinigen Personen leiten ließ.

    Bürgerkrieg
    Robert Steiner, illegitimer Sohn Tatyana Steiners, war nicht bereit sich der Willkür dieser Herrscherin auszusetzen und
    gründete einen Widerstand unterstützt vom Lyranischen Militär und dem "Estates General". Zuerst auf politischer Ebene und dann mithilfe militärischer Mittel marschierte er 2054 gegen Olsen. Olsen wurde von den Dukes der Skye und Tamars mit ihren Truppen (die sie während der Amtszeit Steven Steiners kräftig aufstocken durften) unterstützt.

    Nach langen Gefechten und schlussendlich nur durch die Unterstützung der Reynolds-Familie gelang Robert Steiner der Erfolg. Die Dukes von Tamar und Skye wurden exekutiert und an ihre Stelle die loyale Kelswa und Lestrade Familie gesetzt. Alle vorher privat gehaltenen Armeen wurden direkt dem LCAF unterstellt.

    Der Sternenbund
    Nicht ganz ein Jahr, nachdem Craig Steiner, im Jahre 2528 Archon geworden war, entkam er nur knapp einem Attentatsversuch. Daraufhin ließ er zwei Greifen im Thronsaal auf Tharkad aufstellen, welche als Wachen fungieren sollten. Im Jahre 2551 begann Craig Steiner Verhandlungen mit der Terranischen Hegemonie, deren Ziel eine Allianz aller Reiche der Inneren Sphäre sein sollte. Diese Verhandlungen wurden unter Traciel Steiner, seinem Nachfolger, fortgeführt und im Jahre 2558 die "Tharkan Accords" unterzeichnet.

    Dort wurde der Anschluss des Lyranischen Commonwealth an den Sternenbund proklamiert. Die Reformen, welche notwendig waren, um die sechs Teilstaaten zu integrieren waren enorm, und wiesen zahlreiche Probleme auf. Archon Traciel Steiners Arbeit zeigte jedoch Wirkung und so boomte die Wirtschaft des Commonwealth unter dem Banner des Sternenbundes.

    Am meisten profitierten davon die Gebiete Skye und Tamar. In dem Protektorat Donegal bauten sich dagegen Widerstände auf, da man sich benachteiligt sah. Nur die direkte Intervention des Archon verhinderte das massive Auftreten von Revolten. Es wurden die alten Lasten dieser Region gelockert und die Besteuerung erleichtert.

    Da der Sternenbund auch die LCAF tatkräftig unterstützte und man zwischen den Sternenbund Truppen und den lyranischen Streitkräften Technologien und Wissen austauschte, waren diese gerne bereit bei dem Wiedervereinigungskrieg (Reunification War) mitzukämpfen.

    Archon Viola Steiner-Dinesen führte persönlich "Operation Mailed Fist" an, die Operation, welche die abtrünnigen Rim Welten in den Sternenbund holen sollte.
    Als plötzlich der designierte Archon entführt wurde, und die Dukes von Tamar und Skye gerüchteweise als Schuldige benannt wurden, drehte Archon Viola Steiner durch.

    Sie führte eine Strafexpedition gegen Skye und Tamar an, indem sie die Truppen der Operation Mailed Fist dafür verwendete.
    Wie sich später herausstellte, waren die angeblichen Täter unschuldig und ein gewisser Henry Gram für die Entführung verantwortlich, da dieser einen Austritt des Commonwealth, durch einen Komplott aus dem Sternenbund erzwingen wollte. Trotz zahlreicher Entschuldigungen des Archons sollte von nun an ein tiefer Riss zwischen den Steiner und der Kelswa und Lestrade Familie herrschen.

    Fall des Sternenbundes
    Anfang des 28. Jahrhunderts traten entlang der gesamten Commonwealth Grenze zur Peripherie vermehrt Banditenangriffe auf. Bald wurde der Herd der Angriffe ausgemacht und Butte Hold mit Hilfe der 12th Lyran Regulars ausgeräuchert. Der lyranische Geheimdienst sicherte Informationen, dass das Draconis Kombinat hinter den Überfällen steckt.

    Dies führte zu Anfeindungen und sogar handgreiflichen Auseinandersetzungen, als der Archon Michael Steiner den Koordinator des Draconis Kombinats auf der Sternenbundratssitzung damit konfrontierte.

    Nach dem Amaris Coup erklärte sich auch das Lyranische Commonwealth, in dem entbrennenden Konflikt, genauso wie alle anderen zukünftigen Nachfolgestaaten, als neutral, unterstützte jedoch genauso wie die Liga Freier Welten und die Vereinigten Sonnen, Kerensky mit verschiedenen Mitteln.
    Aber selbst, als der Amaris Coup beendet war, kam es nicht zu einem erneuten Aufbau des Bundes. Der Sternenbund sollte im August des Jahres 2781 sterben.

    Beginn der Nachfolgekriege
    Auch das Lyranische Commonwealth erfassten die Wellen der Kriege, welche als Nachfolgekriege bekannt werden sollten.
    Obwohl das Commonwealth schon früh Truppen aus den ehemaligen Sternenbund-Verteidigungsstreitkräften rekrutierte bzw. ehemalige Militärangehörige der ehemaligen Rim Welten aufnahm, dessen Territorium weiterhin vom Commonwealth kontrolliert wurde, reichte es nicht, um gegen alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

    Als im August 2785 ein groß angelegter Angriff von Banditen auf Bone Norman dafür sorgte, dass die Lyranischen Streitkräfte dagegen vorgehen mussten, nahm das Draconis Kombinat die Chance wahr und eroberte Trolloc Prime und Gram. Trotz früherer Erfahrungen erklärte Archon Jennifer Steiner nicht den Krieg gegen das Kombinat, sondern reagierte erst, als Minoru Kurita sich im Dezember 2786 zum Ersten Lord ausrief. Als Reaktion erklärte sich der Archon zu Neujahr nun selbst zum Ersten Lord und erklärte offiziell den Krieg gegen das Draconis Kombinat.

    Bald folgten auch Feindseligkeiten mit der Liga Freier Welten, welche Schiffswerften des Commonwealth angegriffen hatten.
    Es folgte auch vonseiten des Commonwealth zu einer Art "Krieg der verbrannten Erde", wobei Archon Jennifer Steiner, selbst nie den Einsatz nuklearer, chemischer oder biologischer Waffen angeordnet hat, sondern diese dadurch benutzt wurden, da der Gegner sie ebenfalls verwendete.

    Bis zum Ende des später sogenannten "Ersten Nachfolgekrieges" verlor das Commonwealth 30 Welten, zwölf wichtige Regimenter und den Großteil ihrer Flotte.
    Im Jahre 2821 unterzeichneten das Commonwealth und die Liga einen Waffenstillstand, den sogenannten "Peace Accord of Bella 1". Die Konflikte mit dem Draconis Kombinat schliefen ca. zur gleichen Zeit ohne vertragliche Vereinbarung vorerst ein.

    2. Nachfolgekrieg
    Im Jahr 2825 begann die Attacken des Draconis Kombinats erneut und sollten nur der Auftakt erneuter weitreichender Auseinandersetzungen sein, die ab dem Jahr 2830 vollends entbrannten.

    Archon Marcus Steiner, der mit Hilfe von Umstrukturierungen in den Streitkräften und Geheimdienstarbeit, einige Erfolge an der Grenze zur Liga Freier Welten erreicht hatte, starb im Jahre 2845 an Menengitis.

    Seine Nachfolgerin wurde seine Frau Nin, welche jedoch nur eine kurze Regentschaft vollziehen konnte. Sie wurde nach einem Putsch durch ihren Schwager, Claudius, hingerichtet.

    Der neue Archon Claudius Steiner herrschte mit einem gefürchteten Regime. Er kümmerte sich jedoch nicht wirklich um die Geschehnisse an den Grenzen des Reiches und die Schicksale der betroffenen Menschen und Einheiten und diese Gelegenheit nahm das Kombinat wahr. So schaffte es zum Beispiel eine Einheit, die Fourth Royal Guards, sieben Jahre lang auf Caledonia, ohne Unterstützung, gegen das Kombinat auszuhalten. Aber auch diese Diktatur ging zu Ende.

    Das "Zweite Nachfolgekrieg" kam im Jahr 2863 zum Stillstand.
    Der "Estate General", hoffend auf eine Zeit des Friedens, ordnete an, dass sich das Lyranische Militär ruhig zu verhalten habe und der Archon stimmte zu. Als die diplomatischen Missionen zu den anderen Reichen jedoch fehlschlugen, heuerte Archon Elizabeth Steiner, erstmals in der Geschichte des Lyranischen Commonwealth, massiv Söldner an.


    3. Nachfolgekrieg
    Trotz der Voraussicht des Archons war das Militär des Commonwealth nicht gegen neue Angriffe des Kombinats gewappnet. Viele Einheiten wurden am Anfang des "3. Nachfolgekrieges" vernichtend geschlagen.

    Aus diesem Grund reformierte Elisabeth Steiner die Strukturen des Militärs bzw. dessen Verwebungen mit dem Zivilleben. Es wurde mit dem "Military Disaster Order" angeordnet, dass jeder Lyraner ab 19 Jahren einen Militärdienst von drei Jahren zu leisten habe. Weiterhin sollten Milizen grenz ferner Planeten Teile ihrer Miliz an die Grenzen abstellen. Hinzu kam eine Umstrukturierung der militärischen Verwaltung.

    Bis ins Jahr 2870 zeigten sich mehr und mehr Erfolge und einige Welten konnten wieder zurückgeholt werden.
    Als im Laufe des dritten Nachfolgekrieges - der ca. 150 Jahre andauern sollte, wenn auch weniger auf Kosten der Zivilbevölkerung, wie die beiden Vorgänger - immer mehr militärischen Personal benötigt wurde, änderte nun Archon Eric Steiner die Dienstzeit der Wehrpflichtigen auf fünf Jahre, mit einem Eintrittsalter von 16 Jahren. Auch wenn dies für einen Aufschrei sorgte, wurde es allgemeinhin als Kosten für die Freiheit akzeptiert.

    Im Jahre 2915 eroberte das Draconis Kombinat Tamar. Es dauerte sieben Monate, bis das LCAF den Planeten wieder zurückerobert hatte. Nun sollte auf Tamar in den nächsten Jahren ein ständiges Hin und Her zwischen Invasionen Kuritas, Verteidigung von Steiner oder Kurita und Rückeroberungen durch Steiner folgen.

    Im Jahre 2980 kam Alessandro Steiner, ein früherer Bataillons Kommandeur, an die Macht. Er war ein guter Stratege und Taktiker, der sofort die Steuern zugunsten des Militärs umlegte. Weiterhin plante er Invasionen tief im Raum der Liga Freier Welten, nahe der capellanischen Grenze, die auch Erfolg zeigten, auch wenn er sich dadurch extremer Kritik seines militärischen Oberkommandos ausgesetzt sah.
    Alessandro verfolgte ab 3002 eine selbst ernannte Politik der "konzentrierten Schwäche". Er verlagerte Militär aus dem inneren in die äußeren, eher bedrohten, Regionen des Commonwealth. Dieser Plan wurde jedoch zu einem Disaster, da das Militär, nach 140 Jahren drittem Nachfolgekrieg den Anforderungen nicht mehr gewachsen war und die Liga Freier Welten dies für Operationen tief im Commonwealth ausnutzten.

    Dies rief Alessandros Nichte Katrina Steiner auf den Plan, welche sich nun für den Posten des Archon anbot. Im Jahre 22. Juli 3007 musste Alessandro, zugunsten seiner Nichte, zurücktreten, als sie vom "Estate General" bestätigt wurde.

    Verbindung zweier Häuser
    Archon Katrina Steiner bot im Jahre 3020 allen Häusern eine Friedensvereinbarung an. Einzig Prinz Hanse Davion begrüßte diesen Vorschlag. Er begann Verhandlungen mit dem Archon und zum Schluss entstand ein Schriftstück, dass im Jahre 3022 auf Terra unter Aufsicht ComStars unterzeichnet wurde. Dieses Dokument sollte in eine Allianz zwischen den Vereinigten Sonnen und dem Lyranischen Commonwealth münden. Ein geheimer Zusatz sicherte Hanse Davion die Hand der Tochter des Archon (zu dem Zeitpunkt erst 12 Jahre alt) Melissa Steiner zu.

    Die anderen drei großen Häuser sahen eine eindeutige Bedrohung in diesem Bündnis und schufen, nur wenig später im Oktober 3022, ihrerseits einen Pakt den "Concord of Kapteyn". Dieser war nicht so weitreichend, verhinderte jedoch weitreichend alle feindlichen Aktivitäten gegeneinander. Aktionen wurden nun viel mehr gemeinsam koordiniert um die Steiner-Davion Allianz zu torpedieren.

    4. Nachfolgekrieg
    Am 20 August 3028 heirateten Prinz Hanse Davion und die designierte Archon Melissa Steiner auf der ComStar Heimatwelt Terra. Es waren alle Herrscher der großen Häuser und wichtigen Persönlichkeiten der Inneren Sphäre eingeladen. Der Traum eines Vereinigten Commonwealth wurde Wirklichkeit. Als Hochzeitsgeschenk versprach Hanse Davion seiner Ehefrau die Konföderation Capella.
    Als sich die Truppen der Vereinigten Sonnen, genau zu diesem Zeitpunkt, gegen die Konföderation Capella in Bewegung setzten, griffen Einheiten des Commonwealth zahlreiche Welten des Draconis Kombinats an.

    Der 4. Nachfolgekrieg sollte drei Jahre lang dauern und brachte dem Commonwealth 51 Welten des Draconis Kombinats und 13 Welten der Liga Freier Welten ein, sowie die 107 Welten, welche Hanse Davion für das gemeinsame neue Reich erobert hatte.

    Theodore Kurita plante gerade eine Gegenoffensive, als Hanse Davion und Katrina Steiner den Sieg und eine Beendigung der Angriffe im Jahre 3030 verkündeten. Der Grund für das Lyranische Commonwealth den 4. Nachfolgekrieg zu beenden, waren verstärkte Separatistenbewegung, die sich gegen eine Vereinigung von Vereinigte Sonnen und Lyranischem Commonwealth stellten.
    Der Krieg hatte jedoch auch so seine Spuren hinterlassen und so dauerte es Jahre, bis sich die sonst vorbildliche Wirtschaft des Commonwealth wieder erholte.

    Die Republik Rasalhague
    Mit der Hilfe des Draconis Kombinats in der Rolle Theodore Kuritas, der eine Abmachung mit ComStar getroffen hatte, wurden im Jahre 3034 die Bemühungen gestützt die Freie Republik Rasalhague zu gründen. Das Lyranische Commonwealth, das zahlreiche rasalhaguische Rebellen während des 4. Nachfolgekrieges als Unterstützung verwendet hatte, hatte schließlich keine andere Wahl als viele, im vorhergehenden Krieg, zurückeroberte Welten an das neugegründete Reich abzugeben.

    Geplänkel
    Im Jahre 3039 begann das Vereinigte Commonwealth einen erneuten Krieg gegen das Draconis Kombinat um dies ein für alle Mal zu vernichten. Im Lyranischen Landesteil hatten sich für diese Pläne besonders zahlreiche Adlige aus der Skye Föderation starkgemacht.
    Kurita war jedoch in der Lage, durch eine Abmachung und erkauftes Kriegsmaterial von ComStar, zurückzuschlagen und diese Angriffe zu stoppen. 3040 waren die Gefechte beendet.

    Die Clans
    In den folgenden Jahren versuchten Haus Steiner und Haus Davion zahlreiche Elemente der beiden Reiche zu vereinigen. So wurde die beiden Militärs zusammengeführt und die wirtschaftlichen Verbindungen verbessert.
    Dieser Prozess wurde jedoch durch das Eindringen der später als "Clans" bekannten Invasoren abrupt beendet. Durch die Invasion verlor das Commonwealth Dutzende Welten, und weitere Verluste wurden nur durch den erzielten Waffenstillstand ComStars auf Tukayyid verhindert.

    Veränderungen
    Am 17 Juni 3052 starb Hanse Davion, Duke von New Avalon, Prinz der Vereinigten Sonnen an einem Herzfehler. Sein Sohn Victor Ian Steiner-Davion sollte sein Nachfolger als designierter Prinz der Vereinigten Sonnen und Führer des Vereingten Commonwealth werden. Bis dahin regierte jedoch seine Mutter Melissa Steiner-Davion das gesamte Vereinigte Commonwealth.

    Ein Schock traf das Vereinigte Commonwealth als wenige Jahre später Melissa Steiner-Davion durch einen Bombenanschlag ihr Leben lassen musste. Daraufhin wurde Victor Steiner-Davion endgültig zum Regenten des Vereingten Commonwealth erklärt, musste jedoch genauso gut Gerüchte hinnehmen, er selbst habe den Tod seiner Mutter geplant.

    Maßgeblich schuld an ihrer Ermordung waren jedoch Ryan Steiner und Katherine Steiner-Davion. Ryan Steiner, Anführer der Separatistenbewegung in der Isle of Skye, starb, als Victor eben diesen Attentäter auf ihn ansetzte. Beweise gegen seine Schwester liegen Victor zwar nun mehr vor, jedoch hat er bis heute noch nichts direkt gegen seine Schwester unternommen.

    Machterhaltung und Machtergreifung
    Eine der ersten und unglücklichsten Entscheidungen, die der junge Archon-Prinz traf, war die Ersetzung des todkranken Joshua Mariks durch einen Doppelgänger nur, um zu verhindern, dass wichtige militärische Hilfen vonseiten der Liga gegen die Clans ausblieben. Der Plan, der schon durch seinen Vater, Hanse Davion, gefasst worden war, blieb jedoch nicht unentdeckt und so schwor Marik für diese Tat Vergeltung. Er eröffnete einen Krieg gegen das Vereinigte Commonwealth, dem sich die Konföderation Capella unter Sun Tzu Liao anschloss.

    Als Ziel stand die Sarna March, die dünne Verbindung zwischen ehemals Vereinigten Sonnen und Lyranischem Commonwealth, im Mittelpunkt. Die Folgen waren unabsehbar. Die Sarna March zerfiel in kleine Bündnisse und unkontrollierte Welten, mittlerweile nur noch Chaos March genannt.
    Auch wenn alle Häuser versuchten ihren Machtanspruch in dem Gebiet geltend zu machen hatte doch keines von ihnen die Mittel sich militärisch durchzusetzen.
    Im selben Moment erklärte Katherine Steiner-Davion, die Schwester Victors, ihre Macht über Tharkad und die Abspaltung der neuen Lyranischen Allianz (im Territorium des alten Lyranischen Commonwealth) vom Vereinigten Commonwealth.

    Prinz Victor Ian Steiner-Davion vermochte nicht dieser Situation Herr zu werden, da die immer noch akute Bedrohung durch die Entwicklung bei den Clans seine volle Aufmerksamkeit verlangte.

    Er ging sogar soweit die ihm loyalen Truppen zu befehlen auf ihren Posten zu bleiben und weiterhin gegen die Clans zu kämpfen, auch wenn diese oft versuchten in das Gebiet der ehemaligen Vereinigten Sonnen zurückzukehren.

    Zur gleichen Zeit erklärte Grand Duke Morgan Kell, ehemals legendärer Anführer der Kell Hounds, die Entstehung des Arc-Royal Defensiv-Kordons. Dieser existierte ohne Einfluss der neuen Regierung Katherine Steiner und sollte offiziell dazu dienen, effektiv die Clan-Bedrohung einzudämmen.

    Der neue Sternenbund
    Ein Vorstoß des Clans Jadefalke tief in das Gebiet der Lyranischen Allianz bis zum Planeten Coventry ermöglichte es Victor Steiner-Davion die Vorteile einer Konzentration der Kräfte der Inneren Sphäre gegen die Clans aufzuzeigen. Zum Ärger seiner Schwester konnte er mit Hilfstruppen aus der gesamten Inneren Sphäre aufwarten und die Jadefalken aufhalten, welche sich daraufhin wieder in ihren Teil der Besatzungszone zurückzogen.

    Archon Katherine rief daraufhin zu einem Treffen, der Whitting-Konferenz, auf um die Initiative in dieser neuen Entwicklung zu gewinnen. Es kam zu einer einmütigen Neugründung des Sternenbundes, welche die Antwort auf die Clans sein sollte.
    Es wurde der Beschluss gefasst, dass man die eigene Macht und Einheit demonstrieren musste und zumindest einen der Clans vernichtend schlagen, der Clan Nebelparder wurde dafür ausgewählt.

    In diesem groß angelegten Feldzug wurden mehr als hundert BattleMech-Regimenter eingesetzt. Prinz Victor Steiner-Davion führte den Befehl über die Rückeroberung der Kurita Besatzungszone (Operation Bulldog, Birddog), während sein Marshal of the Armies Morgan Hasek-Davion (Sohn Michael Hasek-Davions) die Invasionsarmee zu der Heimatwelt der Nebelparder Huntress (dt. Diana) anführte (Einsatzgruppe Schlange).
    In dieser Zeit sollte Yvonne Steiner-Davion, eine weitere Schwester Victors, die Regentschaft über seinen Teil des Vereinigten Commonwealth übernehmen.

    Auslöschung eines Clans und die Folgen
    Morgan Hasek-Davion starb noch während des Hinflugs zum Missionsziel durch einen Attentäter, der sich innerhalb der Invasionsflotte befand. Die Einsatzgruppe Schlange flog dennoch weiter und eroberte Huntress mit großen Verlusten. Die nachgereisten Sternenbundtruppen unter Victor Steiner-Davions Befehl, welche die Nebelparder-Kräfte in der Besatzungszone erfolgreich besiegt hatten und nun deren Reste verfolgten, steuerten als nächstes Ziel Strana Metschty an.
    Dort löschten sie mit dem Khan der Nebelparder die letzten militärischen Reste des Clans aus und erreichten durch einen Widerspruchstest die Aufhebung der Invasion.

    Als Victor Steiner-Davion mit seinen Militärs aus diesem, mehrere Jahre dauernden, Feldzug zurückkehrte, stand er ohne Reich und politische Legitimation dar. Theodore Kurita ermöglichte ihm ein Exil im Draconis Kombinat, an der Seite seiner Geliebten Omi Kurita (die Tochter Theodore Kuritas).
    Katherine Steiner-Davion hatte seine für die Abwesenheit eingesetzte Schwester Yvonne Davion-Steiner vom Thron auf New Avalon vertrieben. Dies war ihr durch geschickte Manipulation und Fehlinformation der Öffentlichkeit und Yvonne Steiner-Davions gelungen.
    Katherine Steiner-Davion erklärte sich widerrechtlich zur ersten Prinzessin, des 'neuen Vereinigten Commonwealth'.

    In der zweiten Whitting Konferenz erhielt Victor Ian Steiner-Davion offiziell den Titel Präzentor-Martialum, da Anastasius Focht zurückgetreten war, und übernahm dessen Nachfolge. Nach der Wahl Theodore Kuritas zum ersten Lord des Sternenbundes erhielt er auch noch die Kontrolle über sämtliche Truppen des Sternenbundes.

    Bürgerkrieg
    Auch innerhalb des Reiches verlief nicht alles nach Katherines Wünschen. Durch ihre Manipulationen beeinflusst, war es unmöglich gemeinsame Reformen des nun wieder unter einer Herrschaft befindlichen Reiches durchzuführen, da das Volk in zwei Lager gespalten war.
    Es machten sich Unruhen auf Solaris bemerkbar, die in einem offenen Bürgerkrieg ausarten sollten.

    Im Lyons-Daumen hatten sich Konflikte zwischen Draconis Kombinatstruppen, die als Friedenstruppen eingesetzt wurden, und lyranischen Einheiten bemerkbar gemacht. Dies führte zu einer Annektion des gesamten Lyons Daumen durch die Kurita-Truppen und Eingliederung von acht Welten in das Kombinat.
    Katherine Steiner protestierte dagegen und verglich den Ersten Lord Kurita mit Sun Tzu Liao und dessen Aktionen bezüglich des St. Ives Paktes.

    Arthur Steiner-Davion, ein jüngerer Bruder Katherines und Victors, versuchte seinen Weg in die Politik zu finden. Der sonst eher unpolitische Arthur nahm die Unruhe in der Marc Draconis unter Anleitung Duke James Sandovals wahr, ein Fürsprecher der Anti-Kurita-Bewegung zu werden.
    Während einer Kundgebung kam es zu einem Bombenattentat, der augenscheinlich zum Tod Arthur Steiner Davions führte und große Teile des Militärs in der Marc Draconis zu Angriffen auf das Draconis Kombinat veranlasste.

    Als Victor Steiner Davion von dem Tod seines Bruders erfuhr, legte er sein Amt als Präzentor Martialum und Oberbefehlshaber der Sternenbundtruppen nieder, mobilisierte daviontreue militärische Kräfte innerhalb der lyranischen Allianz und begann offiziell einen Bürgerkrieg gegen seine Schwester zu führen. Zahlreiche Truppen anderer Häuser, die unter ihm gegen die Clans gedient hatten und eine Einheit ComStars schlossen sich ihm bei Beginn seines Feldzuges an.
    Fest von Katherines Schuld an Arthurs Tod und anderen Gräueltaten in den Vereinigten Sonnen überzeugt, bewegt er sich mit seinen militärischen Kräften durch die Lyranische Allianz, während Katherine in den Vereinigten Sonnen versucht Aufstände von Adligen und ganzen Systemen, wie Kathil, Kentares oder New Avalon, wieder unter ihre Kontrolle zu bringen.

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