Freie Republik Rasalhaag

  • Die Herkunft der Rasalhagues reicht bis ins mystische Zeitalter zurück, als interstellare Reisen noch so riskant waren, dass sie nur von Abenteurern oder Verzweifelten in Erwägung gezogen wurden. Am 13. März 3034 proklamierte Haakon Magnusson, der politische Anführer der Tyr´s, die Freien Republik Rasalhague, bestätigte ihre Unabhängigkeit vom Draconis Kombinat sowie vom Lyranischen Commonwealth, und erklärte er würde ihr gewählter Prinz werden.
    Vergangenheit
    Die Herkunft der Rasalhaags reicht bis ins mystische Zeitalter zurück, als interstellare Reisen noch so riskant waren, dass sie nur von Abenteurern oder Verzweifelten in Erwägung gezogen wurden. Nach dem Zweiten Sowjetischen Bürgerkrieg hatte Skandinavien eine doppelte Bürde zu tragen. Skandinavien zahlte Beiträge um die Sowjetischen Staaten wieder aufzubauen und musste gleichzeitig mit mehr als einer Million sowjetischer Flüchtlinge fertig werden. Die Föderal-demokratischen Republiken Schweden, Finnland und Norwegen behaupteten sich standhaft, obwohl die Wiederaufbausteuer bis Mitte des 23. Jahrhunderts erhalten blieb. Als die Erhebung endlich vorbei war, beschlossen viele Bürger auszuwandern und suchten sich Planeten weit weg von der Unterdrückung durch die Terranische Bürokratie aus. Innerhalb von 60 Jahren, hatten diese Skandinavier Rasalhaag und seine acht benachbarten Planeten kolonisiert und dicht besiedelt. Im späten 23. Jahrhundert gründete die Bevölkerung dieser Region das Rasalhaag Konsortium, eine vereinigte Regierung, um die Entwicklung ihrer Welten zu überwachen. In diesem Konsortium waren alle Varldherren oder Weltherren und Mitglieder der mächtigsten Familien vertreten. Das höchste Regierungsamt wurde in Form eines Premierministers gewählt.

    Als das Konsortium jedoch in Kontakt mit benachbarten Staaten und Vereinigungen kam, entwickelte es sich zum Rasalhagischen Prinzentum, regiert von einem gewählten Prinzen. Das Rasalhaagische Volk wurde für seine isolatorische Art bekannt, mehr darum bemüht ihre eigenen Welten in der am wenigsten umweltschädlichen Art zu expandieren und zu entwickeln, als sich um andere Staaten zu scheren. Trotz Rasalhagues politischer Neutralität, wurde das Prinzentum vom Draconis Kombinat bedrängt, angegriffen und im Jahre 2330 sogar erobert. Die Region veränderte sich etwas nach der Eingliederung in das Kombinat zum Rasalhagischen Militärdistrikt. Obwohl die Herrscher des Kombinats die Einwanderung asiatischer Bürger in den neu geschaffene Distrikt förderten, konnten diese Kolonisten weder die Skandinavische Mehrheit übertreffen, noch waren sie fähig die eingeborenen Traditionen zu verwässern. Vor dem Vierten Nachfolgekrieg war die Amtssprache dieser Region zwar Kurita-japanisch, aber die überragende Mehrheit sprach immer noch Schwedisch. Schon in den frühesten Tagen des Kurita-Regimes versuchten geheime Vereinigungen, Rebellionen anzuzetteln, aber alle missglückten wegen der mangelnden Koordination zwischen den einzelnen rebellischen Gruppen. 3029 lud das Lyranische Commonwealth die Führer des Widerstandes zu einem Treffen auf Tamar ein. Die Unterredungen auf Tamar hielten drei Wochen an, es war zu dieser Zeit als die Rebellen von der Existenz des Tyr Regiments, einer Sturm-Mecheinheit, erfuhren, gefördert und ausgebildet von der LCAF (Lyran Commonwealth Armed Forces) aber bemannt mit Rasalhaagischen Flüchtlingen. Diese Einheit teilte sich den Namen mit der Untergrundbewegung im Rasalhagischen Militärdistrikt. Diese geheime Einheit kam erstmals auf Kirchbach zum Einsatz, wo sie erfolgreich eine Revolte entfachte. Auf dem Tamar-Treffen koordinierten die Rasalhagischen Rebellenführer Aufstände mit einer geplanten LCAF Invasion. Archon Katrina Steiner unterzeichnete auch die Intention des Volkes der Freien Republik Rasalhaag, ein Dokument in dem sie Tyr als die offizielle Regierung im Exil anerkannte. Während des Vierten Nachfolgekrieges versorgten Mitglieder Tyr´s das Lyranische Militär mit Details über das Terrain, Ziele und feindliche Standorte. Außerdem unternahmen sie Hunderte von Einsätzen weit hinter den feindlichen Linien um die DCMS Kommunikation und Logistik zu unterbrechen. Auch das Tyr Battlemech-Regiment spielte eine nicht minder wichtige Rolle in den Kriegsverdiensten des Commonwealth´s.

    Die Rebellion
    Das Kriegsende brachte aber nicht ein freies Rasalhaag hervor, wie es sich Tyr erhofft hatte. Die Lyraner hatten nicht alle Welten die Tyr sich wünschte zurückerobern können, inklusive Rasalhaag selbst. In der Tat glaubten viele Tyr-Mitglieder, dass die Lyraner absichtlich aufgehört hatten alle Welten des früheren Prinzentums zurückzuerobern, um die Rebellen daran zu hindern einen souveränen Staat zu kreieren. Die verstimmten Tyr-Mitglieder waren aber erst recht verärgert, als Lyranische Planeten-Administratoren auf den eroberten Welten ankamen. Auf Befehl von Herzog Selvin Kelswa vom Tamar-Pakt übernahmen diese die Leitung von den Militärverwaltern ohne auf Tyr oder deren Recht aufs Herrschertum Rücksicht zu nehmen. Frustriert und erzürnt bombardierten einige Tyr-Extremisten Regierungsgebäude auf sieben Welten im Februar des Jahres 3031, wobei ein Planeten-Administrator verletzt wurde. Trotz der Bedenken einiger Politiker im Commonwealth, reagierte Herzog Kelswa indem er die Tyr-Anführer, welche sich zu dem Zeitpunkt zum größten Teil auf Tamar befanden, festnehmen ließ. In dem darauf folgenden Schauprozess wurden alle Tyr-Anführer verurteilt. Als Archon Steiner von diesen Ereignissen erfuhr, waren die Prozesse bereits abgeschlossen. Die Tyr-Anführer schmachteten bereits eine Woche in Tamars Gefängniszellen während die aggressive Tamar-Pakt Polizei Demonstrationen und Aufstände in den eroberten Welten brutal zerschlug. Erbost, befreite Archon Katrina die Tyr Führerschaft, beschimpfte den Herzog von Tamar wegen Übertretung seiner Befugnisse und entschuldigte sich bei den Tyr in der Hoffnung sie nicht für immer gegen das Commonwealth aufgebracht zu haben. Der durch Herzog Kelswa verursachte Schaden konnte nicht mehr ungeschehen gemacht werden und Archon Katrina erkannte dass die neu eroberten Rasalhaag Welten nie über einen Zusammenschluss mit dem Commonwealth nachdenken würden. Das Beste worauf sie hoffen konnte, war die Verhandlungen mit den Tyr aufrecht zu erhalten, so dass die Sympathie der Führer eines neuen Rasalhaagischen Staates sich mehr zum Commonwealth als zum Draconischen Kombinat entwickeln würde.
    Als sich während des 4. Nachfolgekrieges das Draconis Kombinat sich selbst im Kampf mit seinen eigenen Leuten sowie dem Lyranischen Commonwealth verwickelt sah, begannen die Kurita Anführer über eine Lösung für den Rasalhagischen Widerstand zu suchen. Sie fanden einen schlichtweg genialen Ausweg. In dem sie den Rasalhagischen Widerstand unterstützten, entfernte sich das Draconis Kombinat gleichzeitig einen Dorn aus dem Auge, brachte das Lyranische Commonwealth dazu die meisten seiner eroberten Welten aufzugeben und erschuf einen Staat der als Puffer zwischen dem Kombinat und den mächtigen Lyrianern dienen sollte.

    Unabhängigkeit
    Am 13. März 3034 proklamierte Haakon Magnusson, der politische Anführer der Tyr´s, die Freien Republik Rasalhaag, bestätigte ihre Unabhängigkeit vom Draconis Kombinat sowie vom Lyranischen Commonwealth, und erklärte er würde ihr gewählter Prinz werden. Comstar erkannte sofort die neuen Welten an, das Draconis Kombinat folgte am darauffolgenden Tag. Dass Haus Kurita freiwillig so viele Sternensysteme aufgab erstaunte die gesamte Innere Sphäre und ließ die Steinerregierung in einer sehr schlechten Verhandlungssituation mit den Tyr.

    Archon Steiner fühlte sich verpflichtet die meisten Rasalhaag Welten, die von der LCAF während des Vierten Nachfolgekrieges erobert wurden, an die Freie Republik Rasalhaag zurückzugeben, sehr zum Ärgernis des bereits erzürnten Herzogs von Tamar. Der Rückzug der Kombinats-Truppen aus ihren ehemaligen Rasalhaag Militärdistrikt ging alles andere als glatt. Viele Kombinats-Soldaten weigerten sich, den Befehl anzuerkennen, da sie die Abtretung der Welten an die FRR nicht akzeptieren wollten. Andere weigerten sich die Bürger orientalischer Abstammung der Gefahr einer Rache durch die Skandinavier zurück zulassen, eine Bedrohung, die zur Realität wurde. Andere Kommandeure meinten zu viele Kurita-Truppen seien bei der Verteidigung dieser Welten gefallen, um sie nun kampflos übergeben zu können. Kanrei Theodore Kurita sah diese Befehlsverweigerung als direkte Herausforderung auf seine zukünftige Rolle als Herrscher des Draconis Kombinats, und erklärte alle ungehorsamen Einheiten für Ronin, japanisch für "herrenlos". Mit Prinz Magnusson´s Erlaubnis führte er eine Streitmacht loyaler Regimenter in die Republik um die Ronin Einheiten zu bekämpfen. Die Ronin-Kriege, wie man sie später nannte, waren eine Reihe von kurzen, gewalttätigen Zusammenstößen zwischen den Ronin, die zusammengezählt circa acht Regimente umfassten, und den alliierten Streitkräften der Rasalhaag KungsArme (Die Royale Armee Rasalhague´s) und den VSDK-Einheiten geführt von Kriegsherr Theodore Kurita. Die KungsArme, gerade mal ein paar Wochen alt, bekam ihre Feuertaufe bei der Verteidigung ihre Heimwelten und Städte vor den Ronin Einheiten, welche sehr viel Kampferfahrung aufweisen konnten.

    Die KungsArme kämpfte jedoch besser als erwartet, teilweise auf Grund von der Unterstützung durch das Kombinat und Lyranische Offiziere, die vor Ort den Aufbau der Armee und Milizen unterstützen sollten. Diese Offiziere hatten oft die Gelegenheit, in den schlimmsten Momenten im Kampf gegen die Ronin, das Kommando über einer Rasalhaag-Einheit zu übernehmen. Am gewalttätigsten jedoch waren die Zusammenstöße zwischen den loyalen Truppen von Kriegsherr Theodore und die Ronin, deren meisten Einheiten von Offizieren loyal zu General Marcus Kurita (verbannt aus Luthien wegen eines gescheiterten Putschversuches) und Kriegsherr Ivan Sorenson vom Rasalhaag Militärdistrikt, der am Anfang der Ronin-Rebellion ermordet wurde, befehligt wurden. Die Ronin-Kriege erzeugten einen tiefen Hass gegenüber Söldnern in den Bürgern der FRR. Aufgrund schlecht abgewickelter Verträge, verweigerten manche Söldner den Kampfeinsatz, da ihre Dienste laut Vertragsbedingungen bereits erfüllt waren. Obwohl die Söldner im Recht waren, sahen das die Bürger der Republik anders. Ironischerweise musste die FRR im nachhinein mehr Söldner anheuern, von denen manche enorme Summen von der Regierung verlangten, um die wachsenden Piratenaktivitäten an den Peripheriegrenzen der Republik zu bekämpfen. Die Ronin-Kriege endeten mit dem Rückzug der letzten DCMS Regimenter über die Grenze zum neuen Alshain Militärdistrikt im Dezember 3035. Zum ersten mal seit ihrem kurzen bestehen war es in der Freien Republik Rasalhaag friedlich. Prinz Magnusson wechselte von den militärischen zu den politischen Angelegenheiten. Weitgehend auf dem früheren Rasalhaag Prinzentum basierend, hatte die FRR-Regierung ein starkes demokratisches Element, welches die skandinavische Mehrheit nach Jahrhunderten in denen ihr Schicksal von anderen gesteuert wurde sehr zu schätzen wusste. Trotz allem brachten viele Bürger ihre lang gehegten Vorurteile gegen jeden Orientalen bei gelegentlichen Aufständen und Lynchverfahren hervor. Die Regierung konnte letztendlich die Situation beruhigen, und der ganze Zwischenfall wird heute nur noch sehr selten erwähnt. In 3044 wurde Prinz Magnusson nach seiner Kandidatur erneut zum Regenten gewählt. Er hatte einen mittleren Kurs zwischen Haus Steiner und Haus Kurita gehalten, eine Politik die es der KungsArme erlaubte stärker zu werden. Die KungsArme war in letzter Zeit aktiver. Piratenaktivität, immer ein lästiges Ärgernis, entlang der Peripheriegrenze der Republik, waren in den letzten fünf Jahren so dramatisch gestiegen, dass die Regierung vermehrt Söldner anheuern musste um Teile der Grenze zu beschützen.

    Regierung
    Die Regierungsstruktur der Freien Republik Rasalhaag ist der des Prinzentums Rasalhagues des 23. Jahrhunderts sehr ähnlich. Die politische Macht ist lose verteilt zwischen dem gewählten Prinzen (der Riksforestandare [Reichsvorstand]), dem Parlament (der Riksdag [Reichstag]) und den einzelnen Weltherrschern (die Varldherren [Weltherren]). Die Bürger wählen die lokalen politischen Führer alle vier Jahre, und die Repräsentanten des Riksdags werden alle zehn Jahre gewählt.

    Der Riksforestandare
    Um zum gewählten Prinzen ernannt werden zu können, muss ein Parlamentsabgeordneter die Unterstützung von mehr als drei viertel des Parlaments haben. Obwohl das Volk nicht die Möglichkeit hat den Prinzen direkt zu wählen, gibt es eine unverbindliche Umfrage zwei Wochen vor den Riksdagswahlen, wodurch das Volk seine Meinung über die einzelnen Kandidaten äußern kann. Der gewählte Prinz dient über eine Amtszeit von zehn Jahren und kann nur zweimal in Folge gewählt werden. Der Riksforestandare ist der politische Führer der Freien Republik Rasalhaag, sowie auch Oberster Befehlshaber der Rasalhaag KungsArme und Kanzler der Riksbank, der Regierungseigenen Finanzinstitution. Wenn sich der gewählte Prinz in Rasalhagues Hauptstadt Reykjavik befindet residiert er im KungsPalace. Der gewählte Prinz hat allerdings noch etliche andere Residenzen von denen das Anwesen bei Molnlycke das schönste ist. Außerdem stehen dem Prinz ein Beraterstab zur Verfügung der ihn in allen Entscheidungen berät. Die Mitglieder dieses Königlichen Kabinetts setzten sich aus den Führern der wichtigsten Regierungsabteilungen zusammen, obwohl der regierende Prinz dazu neigt enge Bekannte an den Kabinettssitzungen teilnehmen zu lassen. Prinz Magnusson behauptet ein direkter Nachkomme der alten Nordkönige zu sein, sowie auch von den Herrschern des alten Prinzentums. Er greift häufig darauf zurück, besonders wenn er ein neues Gesetz beim Riksdag durchzusetzen versucht. Dies hat dazu geführt, das einige befürchten er könnte versuchen die Beschränkung auf zwei Amtszeiten als Prinz zu umgehen und den Regententitel als erblich geltend machen.

    Der Adel
    Die Freie Republik Rasalhaag hat ein für den Staaten der Inneren Sphäre einzigartiges Adelssystem. Das System der Varldherren (Weltherren) und Hertigs (Herzöge), diese Bezeichnungen beruhen mehr auf Rang denn auf Titel. Einige Hertigs werden vom Riksdag gewählt, und andere wiederum durch direkte Wahlen durch das Volk und können das Amt genauso schnell verlieren wie sie es bekommen haben. Varldherren sind die eingesetzten Weltherren. Jeder Varldherre hat eine unterschiedlich lange Amtszeit die von der planetaren Regierung festgelegt wird. Hertigs sind Männer und Frauen, die sich das Vertrauen und das Respekt des Volkes verdient haben. Die meisten Hertigs haben keine spezifischen Aufgaben zu erfüllen, obwohl von ihnen erwartet wird dass sie ihren Vardherre in politischen Angelegenheiten beraten und zu den Sitzungen des Riksdags erscheinen.

    Der Riksdag
    Das rasalhagische Parlament besteht aus vier Ständen. Obwohl nur der erste und zweite Stand genug Macht besitzt Entscheidungen zu ihren Gunsten zu beeinflussen, haben alle Stände das gleiche Recht über die Legislative zu entscheiden. Um ein Gesetz verabschieden zu können, müssen drei der vier Stände zustimmen und der Prinz das Gesetz unterschreiben. Der Riksdag hat auch die Macht den Prinzen durch ein Veto einschränken, wenn es von allen vier Ständen bestätigt wird. Der erste Stand setzt sich aus den Varldherren und Hertigs zusammen. Der Standführer des ersten Standes ist der Landtmarskalk oder Landmarschall. Der Landtmarskalk legt auch die Riksdagsagenda fest, eine sehr große Verantwortung. Der Posten wird, nach dem Prinzen selbst, als wichtigster in der Republik angesehen. Der zweite Stand besteht aus den Stellvertretern der einzelnen FRR Planeten. Jede Welt wählt fünf Repräsentanten in den zweiten Stand, dies ist auch der Grund weshalb der zweite Stand auch das Parlament des Volkes genannt wird. Der dritte Stand setzt sich aus den religiösen Führern der größeren Religionen in der FRR. Wenn es zu einer Wahl betreffend wichtiger politischer Ereignisse kommt oder Steuersätze, tendiert der dritte Stand dazu sich dem Parlament des Volkes anzuschließen. Andererseits glauben die Mitglieder des dritten Standes, dass moralische, spirituelle und soziale Fragen ihre Gebiete sind und dass die Inspiration zur Gesetzgebung des ersten und zweiten Standes oft davon geleitet werden. Der vierte Stand besteht aus den wichtigsten Geschäftsmännern der Republik. Jene die ein Unternehmen leiten das mehr als 100 Millionen R-Bills wert ist, oder jene die mehr als 10,000 Hektar Land besitzen werden eingeladen Mitglieder des vierten Standes zu werden. Die vier Stände treffen sich in der riesigen und festlichen Palasthalle. Riksdagstagungen beginnen in der Regel am 1. Januar und dauern bis zum 1. Juli an. Zusätzlich zu dem Riksdag gibt es noch provinziale Riksdags auf Skandia, Radstadt und Rasalhaag.

    Politische Einstellung
    Bei Prinz Magnusson handelt es sich um einen gerissenen Politiker, der stets darauf bedacht ist nicht den Groll der einzelnen Interessengemeinschaften auf sich zu ziehen. Unter seinen feurigsten Anhängern befinden sich jene Männer und Frauen, die vor dem Vierten Nachfolgekrieg, während der Tyr Rebellionen in den Ronin-Kriegen, an seiner Seite gekämpft haben. Einer dieser Gefolgsleute ist Tor Miraborg. Die Zwei trafen sich 3022, als beide in einem Kombinatsgefängnis ihre Strafe, für den Versuch, einen Aufstand anzuzetteln, absaßen. Nach ihrer Entlassung sollten beide eine tragende Rolle als Mitglieder Tyrs haben. Während Magnusson um die Souveränität Rasalhagues rang, setze sich Miraborg für die Stabilisierung des Staats ein. Nach Aufbau der Republik ernannte der dankbare Prinz Miraborg zum Militärkommandanten der Provinz Radstadt. Zur gleichen Zeit wurde er auch zum Varldherren seiner Heimatwelt Gunzburg gewählt. Vardherre Miraborg bleibt einer von Prinz Magnussons standhafteste Anhänger und regiert seine Welt mit eiserner Faust. Trotz seiner Bemühungen, Unterstützung von allen Seiten zu bekommen, ist das komplette Fehlen von Tyrmitglieder der "Lyranischen Hälfte", Welten die während des Vierten Nachfolgekrieges vom Lyranischen Commonwealth erobert wurden, in der Rasalhagischen Regierung erwähnenswert. Ob es sich hierbei um einen Zufall handelt oder diese Lage beabsichtigt ist, ist unbekannt. Jene die sich gegen Prince Magnusson stellen, bildeten die kleine Motsatt Stalining Parti, kurz Motsatt. Diese Partei besteht aus Mitgliedern des Riksdags, die sich von vornherein gegen den Prinzen stellten, oder die ehemalige Mitglieder der Lyranischen Hälfte Tyrs waren. Motpartanführer ist General Christian Mansdotter, der ranghöchste Offizier der KungsArme und Landtmarskalk des Rikdags. Im Lyrischen Commonwealth geboren und aufgezogen, erbat und erhielt Christian Mansdotter als LCAF-Offizier das Recht das neugegründete Tyr-Regiment zu befehligen. Der geerntete Ruhm als Regimentskommandant und seine Führungsqualitäten hätten ihn zur offensichtlichsten Wahl als Regenten des neuen Rasalhagischen Staates gemacht, wäre da nicht Haakon Magnusson´s bombastischer Handel mit dem Draconis Kombinat. Prinz Magnusson konnte jedoch Christian Mansdotter´s Erfahrung und Popularität nicht außer acht lassen, also ernannte er den General zum Kommandanten der KungsArme. Der Riksdag ernannte ihn 3042 zum Landtmarskalk, einen Posten den er immer noch inne hält. Mansdotter und der Motpart zweifeln die Motive des Draconis Kombinates bei der Hilfestellung, welche dazu führten dass Rasalhaag seine Unabhängigkeit erlangte, stark an. In der Befürchtung dass Kurita eines Tages zurückkehren könnten um ihre verlorenen Welten zurückzufordern, versucht der Motpart engere Beziehungen mit dem Vereinigten Commonwealth aufzubauen, auch wenn das Risiko das Kombinat dadurch zu provozieren groß ist. Für General Mansdotter und seinen Anhängern ist das Vereinigte Commonwealth die einzige Garantie für die Unabhängigkeit Rasalhague´s. Mitglieder Motparts befürworten den Ausbau zu einer stärkeren Militärmacht um sich gegen das Draconis Kombinat wehren zu können, der Prinz jedoch vermeidet es die KungsArme zu erweitern aus Angst Haus Kurita noch mehr zu provozieren.

    Politische Organisation
    Die Freie Republik Rasalhaag setzt sich aus den drei Provinzen Skandia, Radstadt und Rasalhaag zusammen. Das politische Klima auf den Welten der jeweiligen Provinzen ist recht unterschiedlich. Während der Ronin-Kriege wurden die meisten Welten unter der Kontrolle von militärischen Gouverneuren gestellt. Die meisten dieser militärischen Gouverneure sind mittlerweile zurückgetreten, aber manche haben ihre Position behalten und unterdrücken die zivile Regierung. Andere waren während des Krieges militärische Gouverneure und wurden im nachhinein zu Varldherren.

    Politische Ziele
    Da die FRR zwischen zwei großen Häusern schwebt, ohne eines der beiden zu bevorzugen, ist sich der gewählte Prinz dessen bewusst, dass seine politische Einstellung zu einem der beiden Häuser von dem anderen fehlinterpretiert werden könnte. Dies macht es erst recht lebensnotwendig für den Prinzen eine strikt gleiche Beziehung zu Haus Kurita und Haus Steiner zu führen, während er die politische Neutralität, die seine Vorfahren ebenfalls betrieben, beizubehalten versucht. Mitglieder Motparts sind vehement gegen diese Politik. Sie glauben, dass der Versuch die mächtigen Nachbarn bei Laune zu halten, dem einzigen Weg zu einem garantierten Fortbestand der Freien Republik Rasalhaag im Wege steht: die Armee verstärken und eine Allianz mit dem Vereinigten Commonwealth schließen, einem Staat dessen Gesellschaft und Regierung am meisten der ihren entspricht.

    Rasalhaag Kungarmee (Rasalhaagische Königliche Armee)
    Die Rasalhaagische Königliche Armee besteht aus fast 150 BattleMech-, Panzern- und Infanterieregimenter. Unter der Kontrolle der KungsArme befinden sich auch 62 Milizregimente und fünf Söldner-Einheiten.

    Gliederung der Armee
    Die KungsArme besteht aus 12 Abteilungen die der Unterteilung bei der Lyranischen Commonwealth Armed Forces (LCAF) nachempfunden sind. Diese sind: Kommandostab, Administration, Medizinisches Corps, Vertrauensmann (Ombudsmen) der Krieger, Söldnerangelegenheiten, Reservistenbereitschaft, Strategie und Taktik, Geheimdienst, Logistik, Quartiermeister, Justiz und Militäredukation. Das Hauptquartier der Rasalhagischen KungsArme befindet sich in der Zitadelle, ein riesiger militärischer Gebäudekomplex der bereits zu den Zeiten des alten Prinzentums erbaut, und unter der Besatzung des Draconischen Kombinats erweitert wurde. Regionale Hauptquartiere befinden sich auf Skandia und Radstadt. General Christian Mansdotter ist das Oberhaupt des Kommandostabes. Der General ist technisch gesehen der Adjutant des Prinzen, dem Overbefalhavare (Oberbefehlshaber) der KungsArme, bislang hat der Prinz allerdings kein reges Interesse am Militär gezeigt. Die direkten Untergebenen des Generals sind Generalmajor Margarethe Minuit, Kommandantin der RRA Streitkräfte in der Skandia Provinz, und General Gustaf Mannerheim, Kommandant der RRA Streitkräfte in der Radstadt Provinz.

    Dienstgrade (und ihre englischen/deutschen Bezeichnungen)

    Menig: Private/Gefreite
    Korpral: Corporal/Unteroffizier
    Sergeant: Sergeant/Feldwebel
    Fanjunkare: Sergeant Major/Oberfeldwebel
    Lojtnant: Lieutenant/Leutnant
    Kapten: Captain/Kapitän
    Major: Major/Major
    Overste-Lojtnant: Lieutnant Colonel/Oberst Leutnant
    Overste: Colonel/Oberst
    Generalmajor: Major General/Generalmajor
    General: General/General
    Overbefalhavare: Commander-in-Chief/Oberbefehlshaber

    Mechpiloten werden auch Kavellrists genannt, den urtümlichen schwedischen Kavalleriesoldaten. Das schwedische Wort für Regiment ist Regimente, Batallion heißt Bataljon und Kompanie Besattning.

    Militärische Organisation
    Der KungsArme unterstellt sind 15 Mechregimenter:
    Die Gunzburg Eagles[Adler von Gunzburg] ist das einzige SturmMechregiment.
    Die Drakons[Dragoner] sind eine schwere, die Freemen[Freien Männer] eine mittelschwere Einheit. Die Hussars [Husaren] sind eine leichte aber schlagkräftige Einheit, und die Kavalleri [Kavalleristen] sind eine Einheit die erstrangig auf Auskundschaften und Mobilität ausgelegt sind. Die KungsArme hat Handelsbeziehungen zu den Mech-Herstellern im Draconis Kombinat und im Lyrischen Commonwealth aufgebaut. Infolge dessen beinhalten die BattleMech-Regimente Rasalhagues Maschinen beider Staaten, und vereinzelt ein paar geliehene Comstar BattleMechs. Der Anblick eines Kurita Dragon [Drache] der an der Seite eines Lyranischen Zeus, oder der eines Kurita Panthers der einen heranstürmenden Lyrischen Commando [Kommando] Deckung gibt, mag für einen Außenstehenden außergewöhnlich aussehen, ist aber eine gewöhnliche Konfiguration in der KungsArme. Ferner gibt es noch 32 Panzerregimente, die überwiegend aus Hunters[Jäger] und Manticores[Mantikohres] bestehen, aber auch einige Demolishers [Zermalmer], Schrek PKK-träger und Behemoths[Gigant/Riesentier] aus den Aldis Fabriken auf Terra. General Mansdotter hatte bereits in den frühen Jahren der Republik mit Mittelsmännern Aldis´ über den Kauf einer nicht gerade geringen Menge Panzer verhandelt. Im Gegenzug dafür, wurde der FRR von Aldi angeboten viele ihrer besten Panzer zum Schleuderpreis zu kaufen und ihnen Ingenieure zur Verfügung zu stellen. Dieser Handel machte die KungsArme zu einer der bestausgerüsteten Armeen in der Inneren Sphäre, und Aldis hatte die Möglichkeit die Leistung ihrer neuesten Panzer analysieren, als diese ihre Feuertaufe in den Roninkriegen erhielten. Die KungsArme unterhält 97 Infanterieregimente, mehr als die Hälfte davon sind mobil, für gewöhnlich werden Luftkissenfahrzeuge als Truppentransporter eingesetzt. Die Ausbildung dieser Truppen wird durch die nationalistische Einstellung der Republik sowohl gefördert als auch wieder gedämpft. Durch die sich ergebenen Vorurteilen gegenüber Soldaten orientalischer Herkunft, können diese nur schwerlich die Rangtreppe erklimmen, und obwohl dies den Stolz der nordischen Mehrheit anregt, bedeutet das, dass viele herausragende Soldaten auf der Strecke bleiben. Neben der regulären Infanterie gibt es in der KungsArme noch 62 Milizregimente. Die Ausbildung dieser Milizeinheiten ist aber eher schlecht, wahrscheinlich deshalb, weil die KungsArme erst vor kurzem aufgebaut wurde und der Schwerpunkt auf die Fronteinheiten gelegt wurde.

    Leistung der Armee
    Wenn man bedenkt, dass die KungsArme erst vor kurzem gebildet wurde, hat sie schon bemerkenswertes auf dem Schlachtfeld vollbracht. Während ihrer kurzen Geschichte, musste die KungsArme den abtrünnigen DCMS Einheiten und den unzähligen Piratenangriffen an ihrer Grenze gegenüber stehen. Nicht mal eine Woche nach ihrer Gründung und gerade mal ein paar Regimenter stark, war die KungsArme den Ronin Streitkräfte der DCMS erheblich unterlegen. Die Rasalhaag-Einheiten hielten jedoch in Schlachten wie Predlitz, in der die Bravo Kompanie, das zweite Batallion des Tyr-Regiments, zwei Ronin-Einheiten der Achten Kompanie der Rasalhaag Regulären besiegte, stolz stand. Zu einer anderen Begebenheit, konnte die Charlie Kompanie, das dritte Bataillon der Ersten Kavalleri, gegen ein vereinigtes Infanterie- und Rüstungs-Batallion der Ronin außerhalb der Stadt Thessal, auf dem Planeten Goito, bestehen. Die KungsArme verfügte auch über Hilfe in der Form von Militärberatern aus dem Kombinat, von denen viele in der Hitze des Gefechts das Kommando über die Rasalhagischen Einheiten übernahmen. Während des lyranischen Rückzugs aus den eroberten Rasalhagischen Welten, kam es zu mehreren Zusammenstößen zwischen den enthusiastischsten Mitgliedern beider Streitkräfte. Am ernsthaftesten war wohl die Konfrontation zwischen Kapitän Schmelling´s Kompanie, die Achten Donegal Wache [Eighth Donegal Guards] und der Bravo Kompanie, das zweite Batallion des Erste Dragoner [First Drakon] Mechregiments. Den größten Teil ihrer Kampferfahrung sammelte KungsArme bei den Auseinandersetzungen mit den Peripherie Piraten. Die Piraten sahen die Rasalhagischen Welten von Anfang an als leichte Ziele an. Anfangs konnte KungsArme nur wichtige Städte und Industrien beschützen und war auf die Hilfe von Söldnern angewiesen, welche die Piraten jagten und vernichteten. Als die Arme jedoch wuchs, konnte sie sich selbst der Piratenüberfälle erwehren. Vor allem die Mechregimente sind darin bewandert, den bevorzugten Taktiken des Peripherieabschaums entgegenzuwirken. Wenn es sich um Taktiken und Handlungen kleinerer Einheiten von Kompaniegröße abwärts handelt, kann man die KungsArme mit jedem anderen Militär in der Inneren Sphäre gleichsetzen.

    Bei Manövern die mehrere Regimente beinhalten, hat die RAA das Nachsehen. Nur wenige, mit Ausnahme derjenigen die während des Vierten Nachfolgekrieges im Tyrregiment gedient haben, haben Erfahrung bei Schlachten größeren Maßstabes. General Mansdotter hat durch zahlreiche Militärmanöver, zuletzt gegen Prezentor Martial´s ComGuards, versucht diese Misslage aus dem Weg zu räumen. Das größte Problem der KungsArme ist die negative Einstellung und die schlechte Behandlung von Söldnereinheiten. Prinz Magnusson wusste, dass er Söldnereinheiten zum aufstocken seines Militärs anheuern musste, um nach Gründung der FRR der Bedrohung durch die Ronin-Einheiten standhalten zu können. Prinz Magnusson handelte persönlich die Verträge aus, und ließ dabei General Mansdotter´s Erfahrung mit Söldnern außer acht. Unter Druck gesetzt durch einer sich verschlechternden militärischen Situation und den Bedarf die finanziellen Ressourcen der jungen Republik zu bewahren, heuerte er so viele Söldnereinheiten wie möglich für die kürzeste Vertragszeit an. Das Ergebnis waren Verträge die nicht die Standardvereinbarungen wie die Notfalls-Eingreif-Klausel enthielten, eine Regel die Söldner dazu zwingt ihren Auftraggeber in Notsituationen zu unterstützen, auch wenn die anderen Vertragsbedingungen erfüllt sind. So kam es, dass sich KungsArme in so mancher entscheidender Schlacht allein wiederfand, und vergebens die Hilfe der Söldnereinheiten erbat, die kürzlich ihre Vertragsbedingungen erfüllt hatten, und sich weigerten ihre Dienste über den Vertragsbindungen hinaus zur Verfügung zu stellen. Vinson´s Vigilantes zum Beispiel, weigerten sich den Ersten Kavalleri [First Kavalleri] zur Hilfe zu kommen, da keine entsprechedne Verpflichtung durch den Vertrag festgelegt worden war. Mitunter dieser Vorfall erzeugte bei den Rasalhagern einen tiefen Hass gegenüber Söldnern, obwohl Comstars Prüfungsgremium [Mercenary Review Board] später die Vigilantes von jeglicher Schuld freisprach. Trotz dieses Misstrauens war die FRR weiterhin dazu gezwungen Söldnereinheiten anzuwerben, um die Piraten an der Peripheriegrenze zu bekämpfen. Die skrupellosesten Söldner verlangten von der verzweifelten Republik-Regierung enorme Summen, die sie auch bekamen, wodurch der Hass der Rasalhager gegenüber den Söldnern sich noch weiter vertiefte. Als Rache für diesen und andere Vorfälle, machte die FRR den Söldner so schwer wie möglich. Die Anwesenheit aller Söldner ist auf kleine militärische Areale, sogenannte Reservate, beschränkt, die sie nicht ohne Unmengen von Pässen und Papieren verlassen dürfen. Obwohl das die Söldner vor einer feindlich gesinnten Bevölkerung schützt, erlaubt es der Regierung gleichzeitig die Söldner dazu zu zwingen Vorräte zu überzogenen Preisen zu kaufen.

    Rüstungsindustrie
    Als die FRR gegründet wurde übernahm sie die New Oslo BattleMech-Einrichtung, sowie Gorton, Kingsley and Thorpe Enterprises. Die Fabriken wurde seitdem erweitert um Schützen-[Archer] und Panther-Mechs zu produzieren. Es wird erwartet, dass der Bau einer zweiten GKT BattleMechfabrik auf Rasalhaag bis 3051 fertiggestellt wird. Benson und Bjorn, der zweitgrößte Waffenfabrikant der Republik, befindet sich auf Spittal. Es hat seine Handwaffen- und Panzerfahrzeugproduktion, um den Axel (schwedisch für Axt) Mark I und Mark II produzieren zu können, erweitert. Bei diesen Panzern handelt es sich um Varianten der nicht-so-geheimen Rommel und Patton Panzer aus dem Lyranischen Commonwealth, allerdings mit einem Verbrennungsmotor.

    Ökonomie
    Obwohl Prinz Magnusson sich bei den Vertragsverhandlungen mit den Söldner als nicht sehr geschickt bewiesen hatte, stellte er sich bei Gemeindeverhandlungen als sehr gerissen heraus. Er fand einen innovativen Weg die Produktion der Republik zu steigern, indem er eine umfassende staatliche Kontrolle über der Geschäftswelt etablierte. Er bot den Arbeitern besser Bedingungen und Bezahlung , im Zusammenhang mit verschiedenen Strafmaßnahmen für jene, die nicht auf die neuen Anreize ansprachen. Viele Posten machte er erblich, um das Management zufriedenzustellend, dazu gewährte er den Geschäftsführern einen Sitz im Riksdag.

    Schwerindustrie
    Metals of the Earth ist ein riesiges Minen-, Chemie- und Synthetikkonglomerat auf dem Planeten Nox. MOE hat sich sehr gut an die neue Rasalhagische Regierung angepasst und obwohl die Hälfte der Produkte, aufgrund des bestehenden Handelsabkommens zwischen Rasalhaag und dem Kombinat, immer noch ins Kombinat fließen wurde die andere Hälfte dazu benutzt die Kriegsschäden auf vielen FRR-Welten zu reparieren. Der Versuch Amau Electronics´ auf Silvaton, einem Hersteller preisgünstiger Gebrauchsartikel, in eine Fabrik für Militärelektronik umzubauen, war nicht so erfolgreich. Swedenborg Heavy Industries, Hersteller schwerer Industrieroboter, war unter der Draconischen Führung ständig verschuldet und musste sich mehreren Arbeiteraufständen stellen. Unter FRR-Kontrolle, steigerten die Fabriken ihre Produktion um das dreifache. Berichte darüber, dass mit dem Bau einer Fabrikanlage auf Kirchbach zur Herstellung von Mechs und Raumjägern, die Firma in die Rüstungsindustrie einsteigen will, sind bislang unbestätigt.

    Handelsbeziehungen
    Die Basis für Prinz Magnusson´s ökonomische Beziehungen zu dem Draconis Kombinat sowie dem Lyranischen Commonwealth, war die ausgewogene Politik zu beiden Häusern. Immer aufmerksam darum bemüht, weder die Produkte des einen noch des anderen Nachbarn vorzuziehen, ordnete der Prinz eine Eins-zu-eins-Beziehung zwischen Import und Export mit den Lyranern und dem Kombinat an. Die Anzahl der Händler für beide Seiten wird strikt kontrolliert, damit keines der beiden Reiche einen Vorteil erhält. Jede Tonne Nahrungsmittel, jeder Kran oder Holoset von einem der Nachbarn importiert, verpflichtet die FRR eine gleichwertige Ware von der Gegenseite zu erwerben. Obwohl dies in der Theorie eine vernünftige Lösung zu sein scheint, ist es ein Albtraum in der Praxis. Der Ausgleich der Warenimporte vom Commonwealth und Kombinat, übersteigt die Fähigkeiten der FRR-Bürokraten. Dieser Albtraum übertriebener Bürokratie war der Grund dafür, dass die Rasalhagische Regierung begann mit anderen Staaten zu handeln. Der Handel mit der Liga Freier Welten und denn Vereinigten Sonnen war über die Jahre hinweg in der tat sehr lebhaft. Die dürfte sich mit den Vereinigten Sonnen in Zukunft als schwierig erweisen, da dieses Reich engere Beziehungen zum Lyranischen Commonwealth geknüpft hat.

    Kultur
    Die offizielle Amtssprache der Regierung der Freien Republik Rasalhaag und der meisten größeren Universitäten des Landes ist Schwedisch. Mit einer kleinen Minderheit von 15 Prozent die diese Sprache fließend beherrschen, ist Schwedisch nicht die alltägliche Sprache. In den Strassen und Läden der FRR, ist Swednesisch die meist gehörte Sprache. Als eine Mischung aus Schwedisch und Kurita-Standard Japanisch, hat sich Swednesisch seit der Übernahme des alten Prinzentums durch das Kombinat, langsam entwickelt. Obwohl sie schwer zu erlernen ist, da man ein fundiertes Wissen in beiden Ursprungssprachen braucht, handelt es sich hierbei um eine erstaunlich wortreiche Sprache und hat einen respektablen literarischen Kreis hervorgebracht. Die Lutherische Radtstadtkirche Synad ist die staatliche Religion der FRR, obwohl sie nur ein Drittel der Bevölkerung beinhaltet. Andere christliche Religionen, Hinduismus, Islam und Buddhismus haben einen umfangreichen Anhängerkreis. Es können auch viele kleinere Sekten in der Republik vorgefunden werden, einschließlich der Hoffnung des einen Sterns [One Star Faith] und die eine große Neugier erweckende Moderne Altnordische [Modern Norse], welche versucht den Glauben und die Gewohnheiten der altertümlichen polytheistischen Religion Skandinaviens zu verbessern. Während der krasse Rassismus nach und nach verschwand, existiert immer noch eine subtile Voreingenommenheit gegenüber jeden und allem orientalische. Prinz Magnusson und General Mansdotter haben sich zwar energisch gegen den Rassismus gestellt, doch Menschen orientalischer Herkunft erreichen dennoch sehr selten wichtige Posten.

    Abschließende Bemerkung
    Das größte Ziel der Freien Republik Rasalhaag ist es, zu überleben und bis zu einer gewissen Größe anzuwachsen, bis ihre Nachbarn sie nicht mehr als liecht zu eroberndes Ziel betrachten. Die ausgewogene Politik ist wahrscheinlich das größte Hindernis zu diesem Ziel. Das sich diese Einstellung ändert ist eher unwahrscheinlich solange Prinz Magnusson an der Macht ist. Einige Motpart-Mitglieder würden Magnusson gerne ausbooten bevor er 3054 zurücktritt, aber ihre Anzahl ist zu gering. Sollte jedoch die Saat der Unzufriedenheit aufkeimen, würde das zu einem Bürgerkrieg führen, den die FRR höchstwahrscheinlich nicht überleben könnte.

    Seit 3050 hat sich in der FRR sehr viel getan. Die Clan-Invasion hat den größten Teil der Welten der Freien Republik Rasalhaag und hinterließ nur einen Schatten ihrer früheren Größe. Wäre da nicht das Eingreifen Comstars auf Tukayyid gewesen, wäre die Republik, zusammen mit dem Rest der Inneren Sphäre nun unter der Kontrolle der Clans. Seit 3056 ist innerhalb der Grenzen der Freien Republik Rasalhaag nicht viel geschehen. Die Republik konzentriert ihre Bemühungen auf die Vorbereitungen zur Wiederaufnahme der Clan-Offensive, nachdem Abertausende von Bürger ins Illyrische Palantinat, welches durch seine größtenteils skandinavische Bevölkerung bekannt ist, geflohen sind. Die Verteidigung der wenigen übrig gebliebenen Welten der Freien Republik Rasalhaag wurden von Comstar verstärkt, die ihre neue Operationsbasis auf Tukayyid aufgebaut hat, nachdem Blakes Wort Terra erobert hatte. Haakon Magnusson´s Freie Republik Rasalhaag ist nun, mit Hilfe dieser zusätzlichen Vorbereitungen und Streitkräfte, bereit für den Kampf um die Verteidigung der verbliebenen Territorien.

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