Battlemech

  • Bei Battlemechs handelt es sich um mehr oder minder humanoid gestaltete Kampfmaschinen, die mit einer Größe zwischen 8 und 15 Metern, und einem Gewicht zwischen 10 und 100 Tonnen die mächtigsten Waffen des 31. Jahrhunderts darstellen.
    Zusammenfassung
    Bei Battlemechs handelt es sich um mehr oder minder humanoid gestaltete Kampfmaschinen, die mit einer Größe zwischen 8 und 15 Metern, und einem Gewicht zwischen 10 und 100 Tonnen die mächtigsten Waffen des 31. Jahrhunderts darstellen.

    Angetrieben werden diese Kampfkolosse durch Fusionsreaktoren. Über sogenannte Neurohelme (die das Gleichgewichtsgefühl der Mechpiloten auf den Mech übertragen) und ein Gyroskop werden die Maschinen im Gleichgewicht gehalten. Der erste Mech wurde im Jahre 2449 von der Terranische Hegemonie (Prä-Sternebund-Ära) entwickelt. Er besaß noch unausgereifte Komponenten wie etwa den Reaktor, das Cockpit oder die Panzerung. Es war einhundert Tonnen schweres Monstrum, welches die Terranische Hegemonie an die Spitze der Staaten des besiedelten Weltraums führte. Erst durch eine Kommandoaktion des Lyranischen Commonwealth gegen die Battlemech-Fabriken der Hegemonie auf Hesperus II im Jahre 2455 wurde es den anderen Staaten ermöglicht, Battlemechs zu konstruieren.

    Nach dem Zerfall des Sternenbundes gingen viele Technologien für die Herstellung von Battlemechs verloren, was dazu führte, dass es für beschädigte Mechs an Ersatzteilen mangelte. Dadurch wurden viel Mechs, besonders die vieler Söldnereinheiten und Peripheriestaaten nur noch durch den Willen und die Spucke der Techniker zusammengehalten. Heute nach der Wiederentdeckung alter Sternenbundtechnologie und der Neugründung des Sternenbundes selbst sind wieder mehr Ersatzteile und sogar neue Battlemech-Typen verfügbar. Mit der Invasion der Inneren Sphäre durch die Clans wurde auch die Technologie der modularen Bauweise für Battlemechs bekannt und ist heute nicht nur bei Clan-Mechs (Omnimech genannt), sondern auch neueren Battlemechs der freien Inneren Sphäre zu finden.

    Details
    Die nachfolgenden Daten wurden in Zusammenarbeit mit dem New Avalon Institut der Wissenschaften im Jahre 3055 für das grundlegende Verständnis über die Funktionsweise von Battlemechs entworfen. Alle Daten unterliegen der Sicherheitsstufe Grün und können von Technikern des N.A.I.W sowie Rekruten der verschiedenen Infanterie, Raumpiloten und Mechkrieger-Akademien des Vereinigten Commonwealth eingesehen werden. Eine Abhandlung davon befindet sich auch im "New Avalon Lexikon für das weiterführende Schulwesen", 120. Auflage!

    Wie Sie in Ihren ersten Simulatoreinsätzen vielleicht schon festgestellt haben, sind Battlemechs, die die Spitze unserer heutigen Kriegstechnologie darstellen, nicht unverwundbar. Ihre Funktionalität hängt von vielen Faktoren ab, die Ihnen nun näher erörtert werden.

    Der Mensch
    Ist der wichtigste Teil eines Battlemechs. Ohne ihn ist selbst eine der mächtigsten Kampfmaschinen nur eine Verschwendung von Laderaum in einem Transportraumschiff. Der Pilot ist das Gehirn und wie beim Menschen selbst, ist das Gehirn der vielleicht wichtigste Bereich des Körpers. Schadet man dem Gehirn, beeinträchtigt man auch den Körper, d. h. in diesem Fall den Battlemech. Um die Einsatzfähigkeit eines Mechs zu gewährleisten, ist es unumgänglich, dem Piloten einen gewissen Schutz zuzugestehen.

    Das Cockpit
    Befindet sich meist im oberen Teil eines Mechs und dient als Steuerungs- und Kommunikationszentrale, die von dem Piloten betreut wird. Obwohl dort alle wichtigen Daten zusammenlaufen, ist der zur Verfügung stehende Platz stark begrenzt und bietet meist nur dem Piloten, auf seiner Pilotenliege, genügend Freiheit um seine Arbeit zu bewältigen. Kommando-Battlemechs, in denen sich meist der Kommandeur einer Kampfeinheit befindet, sind oft mit einer zweiten Pilotenliege ausgestattet. Somit können sie ohne Schwierigkeit einen zweiten Menschen aufnehmen, der dem Piloten zumeist die Kommunikations- und Sensorauswertung abnimmt. Dadurch ist es dem Piloten möglich, einem eventuellen Kampf, oder seiner Kommandoposition die volle Aufmerksamkeit zu widmen.

    Neurohelm
    Mithilfe des Neurohelms wurde es erst möglich die gigantischen Battlemechs durch einen Menschen zu steuern und seine Bewegungen zu koordinieren. Der Neurohelm wandelt die Nervenimpulse des Piloten in Informationen um, die durch das Gyroskop verarbeitet, einem Mech ermöglichen, vom aufrechten Gang bis hin zum schnellen Sprint, zu agieren. Ohne die Kontrolle der sensorischen Fähigkeiten durch einen menschlichen Geist ist ein Mech zum tödlichen Stillstand verurteilt.

    Lebenserhaltung
    Die Hauptaufgabe der Mechcockpits ist wie schon gesagt, die Erhaltung des Piloten. Aus diesem Grund ist es natürlich nur logisch, wenn alle Lebenserhaltungssysteme dort konzentriert werden. Die Sauerstoffversorgung ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebenserhaltungssystem, welches auch Einsätze im luftleeren Weltraum, als auch im Wasser bis zu einer gewissen Tiefe ermöglichen. Das größte Problem der Kampfmaschinen des 31. Jahrhunderts ist ihre Wärmeentwicklung. Diese wird durch sogenannte Wärmetauscher (werden weiter unten ausführlichst besprochen) abgebaut, was jedoch leider nur zum Teil gelingt. Der Pilot hat unter dieser Wärmeentwicklung am meisten zu leiden, weshalb er mit den Kühlungssystemen des Mechs verbunden wird. Mithilfe einer Kühlweste wird durch kleine Röhren, die in diese Weste eingearbeitet wurden, ein stetiger Fluss von Kühlflüssigkeit gewährleistet, womit dem Piloten mehr Spielraum beim Einsatz von Waffen gegeben und er so vor einem schnellen Hitzetod bewahrt wird.

    Battlemechs werden mithilfe eines Fusionsreaktors angetrieben, was das Risiko eines Strahlungsleck birgt. Um den Piloten aus einem der Zerstörung nahen, bzw. einem verstrahlen Mech zu bergen, wurde das Cockpit mit einer Rettungsautomatik ausgestattet, einer Art Schleudersitz, die den Piloten so weit wie möglich aus der unmittelbaren Gefahrenzone befördern soll. Der Rettungsmechanismus ist meist darauf angelegt, den Piloten nach oben aus dem Mech zu schleudern, was natürlich nur möglich ist, wenn der Kopf in Richtung Himmel ausgerichtet ist. Ein Rettungsausstoß zur Seite, bzw. nach unten ist in der Regel nicht vorgesehen und birgt häufig ein hohes Verletzungsrisiko, oder gar dem Tod des Piloten.

    Battlemech-Panzerung
    Wie schon die alten Panzerfahrzeuge sind auch die heutigen Battlemechs mit einer physischen Panzerung ausgestattet um Energie- und ballistische Waffen von den wichtigen internen Komponenten, dem Innenleben des Mechs (Pilot, Reaktor, Gyroskop, Wärmetauscher, Aktivatoren), fernzuhalten. Die Bestandteile der Panzerung sind von Hersteller zu Hersteller verschieden, bestehen aber im Grunde aus speziell bearbeitetem Stahl. Man unterscheidet zwischen Standard- und Ferofibrid-Panzerung. Beide Panzerungsarten unterscheiden sich in Gewicht, Härte und Eigenschaften, erfüllen aber beide die Grundvoraussetzungen, d. h. gute Hitzeableitungsfähigkeiten (bei Energiewaffen), sowie Standfestigkeit gegen Panzerbrechende (ballistische) Waffen.

    Interne Struktur
    Unter der internen Struktur versteht man die Bestandteile eines Battlemechs, die sich unterhalb der Panzerungsschicht befinden.

    Das Skelett

    Wie auch der Mensch, besitzt der Battlemech einen skelettartigen Aufbau, die in diesem Fall, aus wabenartig strukturierten Aluminiumknochen besteht. Diese sind mit Drähten aus Silikon und anderen Stoffen untereinander verbunden und werden durch eine Titanstahlhülle geschützt. Um eine hohe Bewegungsfähigkeit dieser Metallkonstruktion zu ermöglichen, sind einzelne Knochen mit sogenannten Myomeren (Pseudo-Muskeln) verbunden. Die skelettartige Bauweise bietet außerdem reparaturtechnisch gesehen entschiedene Vorteile beim Austausch einzelne "Körperteile", was die Kosten entschieden eindämmt.

    Myomere
    Sind die Muskeln eines Battlemechs. Mit Hilfe von Energie besitzen Myomere (dicke Polyacetylenfasern) eine enorme Dehnbarkeit ohne dabei ihre Stabilität zu verlieren. Sie werden dazu eingesetzt, die verschiedenen Glieder eines Mechs zu bewegen.

    Das Gyroskop
    Das Gyroskop verarbeitet die durch den Neurohelm aufgefangenen Nervenimpulse des Piloten und wandelt diese in koordinierte Bewegungen des Battlemechs bzw. der Myomere um. Es vermittelt dem Piloten gleichzeitig Informationen über die Masse seiner Kampfmaschine, der Körperhaltung und der Geschwindigkeit. Diese Informationen werden wiederum mithilfe des Neurohelms als Impuls zum Innenohr des Piloten geleitet, dort durch dessen Gleichgewichtssinn kompensiert und ermöglichen so die koordinierte Bewegung, die bereits angesprochen wurde. Wird das Gyroskop beschädigt oder gar zerstört, wird die Bewegungsfähigkeit des Battlemechs entschieden eingeschränkt und es besteht die Gefahr, dass der Mech aus dem Gleichgewicht gerät, da ja der Pilot nicht mehr die wichtigen Positionsinformationen bekommt. Gleichzeitig kann es, durch die Verbindung mit dem Piloten, in dessen Gehirn zu einem neuralen Schock kommen, welcher meist mit enormen Schmerzen, Bewusstlosigkeit oder sogar Gehirnschäden verbunden sein kann.

    Der Fusionsreaktor
    Wie ein Mensch benötigt ein Battlemech Energie für die Aufrechterhaltung jedweder Art von Handlungen, seien es Bewegungen, Einsatz von Waffen, Kommunikation oder Lebenserhaltung. Diese Energie wird mit Hilfe von Fusionsreaktoren gewonnen, einer Energiequelle, die ohne ständiges Zugeben von Reaktionsmasse, in der Lage ist Energie zu erzeugen, um einem Battlemech Handlungsenergie in ausreichendem Maße zur Verfügung zu stellen. Das Prinzip baut auf den alten Atomreaktoren des 20. Jahrhunderts auf, jedoch wird dabei zum einen kein Uran benutzt und zum anderen entstehen bei der Fusion keine überschüssigen Neutronen, die bei mangelnder Aufsicht zu einer unkontrollierten Reaktion führen können. Bei einem Fusionsreaktor dient Wasserstoff als Ausgangsbasis, welche jedoch nicht dauernd neu dazugegeben werden muss. Das genaue Funktionsprinzip eines Fusionsreaktors können Sie dem "Terranischen Lexikon der Fusionstechnik" mit der GSBN 2323-2675-Terra-0243 entnehmen. Abhängig von der Größe eines Battlemechs muss auch der Reaktor eine entsprechende Leistung erbringen, um dem Mech volle Gefechtsleistung zu geben. Da der Reaktor je nach Größe unterschiedlich viel Abwärme abgibt, müssen die Kühlungssysteme des Mechs entsprechend leistungsstark sein. Wird die Abschirmung des Reaktors beschädigt, kann es zu einer unkontrollierten Fusionsreaktion kommen. In diesem Fall muss der Pilot sofort evakuiert werden um seinen Tod oder hohe Strahlungsverbrennungen zu vermeiden.

    Die Wärmetauscher
    Jede Bewegung, der Einsatz von Waffen, das Absorbieren von Treffern und der Fusionsreaktor produzieren allzeit Wärme. Dies kann nach kurzer Zeit zu einem gefährlichen Hitzestau führen, der wichtige Komponenten des Battlemechs beschädigen oder zerstören, bzw. den Piloten verletzten und sogar töten kann. Aus diesem Grund ist jeder Mech mit einer gewissen Anzahl an sogenannten Wärmetauschern ausgestattet, die die überschüssige Wärme nach außen ableiten. In der Regel kann jedoch niemals alles an entstehender Wärme sofort abgeleitet werden. Damit der Pilot langfristig gesehen nicht in seiner Handlungsfähigkeit, welche in einem Kampf besonders wichtig ist, eingeschränkt wird, muss er mit seinen Aktionen "haushalten". Aus diesem Grund sind Battlemechs z. B. nicht nur mit Energiewaffen (wie Partikelprojektorkanonen oder Lasern) ausgerüstet, sondern verfügen in der Regel auch über einen gewissen Anteil ballistischer Bewaffnung, die sich ohne übermäßige Wärmeproduktion einsetzen lässt. Sollte der Mech zu Überhitzen drohen, kann der Computer eine automatische Stilllegung aller Systeme, inklusive des Reaktors, einleiten, wodurch die Wärmeproduktion abgeschaltet wird und der Mech abkühlen kann. Da dies in einem Gefecht dazu führt, dass ein Battlemech wie eine überdimensionale Schießbudenfigur in der Gegend rumsteht, ist es dem Piloten möglich, durch einen Veto-Schalter die automatische Stilllegung hinauszuzögern. Dabei geht er jedoch das Risiko ein, den Reaktor zu überlasten.

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