Söldner

  • Für die einen sind sie raffgierige Billigsoldaten oder ein bloßes das Mittel zum Zweck, für die anderen die letzte Hoffnung in einem sonst aussichtslosen Kampf. Sie kennen kein "gut" oder "böse", sondern nur ihr Missionsziel.
    Für die einen sind sie raffgierige Billigsoldaten oder ein bloßes das Mittel zum Zweck, für die anderen die letzte Hoffnung in einem sonst aussichtslosen Kampf. Sie kennen kein "gut" oder "böse", sondern nur ihr Missionsziel. Erreichen sie dieses, so werden sie Ruhm ernten, und auch jenen Stoff, den eine Söldnereinheit am Leben erhält: C-Noten (oder entsprechende Hauswährungen). Denn nur durch dieses können die Angehörigen bezahlt, defekte Ausrüstungsteile ersetzt oder neue Krieger angeworben werden.

    Der schlechte Ruf, den diese Einstellung mit sich bringt, interessiert sie nur wenig. Nur sehr wenige, die in die Reihen der Söldner eingetreten sind, kehren sich wieder von diesen ab, und treten den Hausarmeen bei. Die Freiheit und das Geld, welches das Söldnerleben mit sich bringt, halten die meisten fest. Aber nicht alle Söldner denken nur an Geld. Viele sind seit zahlreichen Jahren (insofern die Einheiten den harten Kampf gegen die Geldnot und die Auftragssuche bisher überlebt haben) bei demselben Auftraggeber geblieben. Teilweise der Einfachheit halber, einige aber auch der Ideologie nach. Sie sind tatsächlich loyal geworden, obwohl sie eigentlich nur einer Sache gegenüber loyal sind: sich selbst und damit dem Geld. Damit Kontrakte, zwischen Söldnern und einem Auftraggeber eingehalten werden, wurde von den Wolf Dragonern auf Outreach die Söldnerprüfungs- und Vertragskommission ins Leben gerufen. Eine Organisation, die Söldnereinheiten klassifiziert, Kontrakte überwachen, die Bezahlung abwickeln und auch bei Kontraktbruch Strafen verhängen kann.

    Grob gesehen muss eine Söldnereinheit Folgendes machen, um an einen Auftrag zu kommen, und anschließend auch weiter zu bestehen. Sie lässt sich von der Kommission klassifizieren (85 C$) und gibt eine kurze Beschreibung über sich ab. Ist die Einheit nach dem Dragoner Beurteilungssystem klassifiziert, so wird früher oder später ein Auftraggeber auf sie zukommen. Tritt dies nicht ein, so müssen sie sich einen suchen. All dies geschieht meist in der Wolf Hall in Harlech, Outreach. Dies ist das Hauptquartier der Wolf Dragoner und zudem die Werbehalle der Söldnerprüfungs- und Vertragskommission. Hier werden Söldnereinheiten registriert und klassifiziert, Kontrakte ausgeschrieben und abgeschlossen. Für nahezu jede Einheit sollte es hier einen Kontrakt geben. Ist der Kontrakt abgeschlossen, so wird ein Teil der vereinbarten Summe den Söldnern für ihre laufenden Kosten ausgehändigt. Der Rest wird von der Kommission vom Auftraggeber entgegengenommen, und erst nach Ablauf des Kontraktes (teilweise auch in Zwischenzahlungen) den Söldnern ausgehändigt. So ist ausgeschlossen, dass die Söldner zwar ihren Dienst leisten, aber anschließend von ihrem Auftraggeber kein Geld erhalten.

    Anders ist es mit dem Kontraktbruch aufseiten der Söldner. Wird eine Einheit kontraktbrüchig, so gibt es Strafen von einer einfachen Geldstrafe, über ein Anwerbeverbot für mehrere Monate oder Jahre bis hin zur Auflösung der Einheit mit anschließendem Anwerbeverbot der einzelnen Mitglieder. Sollte eine Einheit sogar gegen den Söldnerkodex verstoßen, oder gar Menschenrechte oder die Ares-Konvention verletzen, so wird auf die Mitglieder dieser Einheit ein Kopfgeld ausgesetzt und sie werden für "vogelfrei" erklärt. Jeder der nachweisen kann, ein Mitglied einer solchen Einheit getötet zu haben, erhält dann das Kopfgeld, welches von der Söldnerprüfungs- und Vertragskommission gespendet wird. Dies soll zeigen, dass niemand, weder die Kommission noch andere Söldner, gewillt sind, eine Verletzung der Ehre und Integrität der Söldnergemeinschaft zu akzeptieren.

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